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„Der goldne Topf“ E.T.A. Hoffmann

Ein Märchen aus der neuen Zeit

gelesen von Michael Quast
auf der Glasharmonika begleitet von
Bruno Kliegl

"Der goldne Topf", E.T.A. Hoffmanns "Märchen aus der neuen Zeit", erzählt die Geschichte des Studenten Anselmus von Dresden bis nach Atlantis. Virtuos und voller Ironie spielt Hoffmann mit den Ebenen des Gespenstisch-Fantastischen und des Beschaulich-Bürgerlichen. Der 1814 erschienene Märchenroman gilt als Höhepunkt romantischer Erzählkunst.

In der Interpretation von Michael Quast und Bruno Kliegl erscheint "Der goldne Topf" als unübertroffener Vorläufer moderner Fantasy-Literatur wie "Der Herr der Ringe" oder "Harry Potter".
Der goldne Topf

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Michael Quast eroberte sich sein Publikum als vielseitiger Komödiant, Kabarettist, Schauspieler und Regisseur. Er wurde 2001 mit dem "Deutschen Kleinkunstpreis" und 2002 mit dem "Rheingau Musikpreis" ausgezeichnet.


Bruno Kliegl
ist einer der wenigen Glasharmonikaspieler Europas. Er studierte Musikwissenschaft, Philosophie und Germanistik an der Universität Augsburg und gab seit 1989 als freier Solist Improvisationskonzerte am Klavier. 1994 auf die Glasharmonika aufmerksam geworden, gründete er 1996 zusammen mit Martin Hilmer und dem Münchner Glasmusiker und Glasinstrumentenbauer Sascha Reckert das Ensemble "Sinfonia di Vetro". Seitdem ist er hauptberuflich als Glasmusiker tätig und trägt als Glasharmonika-Solist zur Renaissance dieses sensiblen Instrumentes bei. Er konzertierte unter anderem bei den Musikfestspielen Potsdam und in Rundfunk und Fernsehen.

Die Glasharmonika
Seit dem Ende des 16. Jahrhunderts lassen sich in Europa Glasinstrumente nachweisen, bei denen durch Anschlagen oder Reiben Glas zum Klingen gebracht wird.

Benjamin Franklin (1706-1790), als amerikanischer Diplomat seit 1757 in London tätig, erfand um 1760 die Glasharmonika, indem er abgestimmte gläserne Schalen auf einer gemeinsamen Achse befestigte und diese durch Fußantrieb in Bewegung setzte. Durch Druck der angefeuchteten Finger auf die rotierenden Ränder der Schalen entsteht ein musikalisch brauchbarer Ton.
Das neue Instrument wurde in Europa begeistert aufgenommen, nicht zuletzt wegen der ihm zugesprochenen hypnotischen Wirkung. Bis 1830 schrieben viele Komponisten, darunter Haydn, Mozart und Beethoven, Werke für Franklins Glasharmonika; etwa 400 Stücke sind heute bekannt.

Mit Dresden, der Stadt, in welcher E.T.A. Hoffmann gewirkt hat und seinen "goldnen Topf" spielen läßt, ist die Glasharmonika in vielfältiger Weise verknüpft. Die Hof-kapellmeister J.A. Hasse, J.G. Naumann und Karl Maria von Weber komponierten für Glasharmonika und Orchester oder konzertierten selbst auf dem Instrument.
E.T.A. Hoffmann schwärmte als Musikkritiker und Literat von ihren Klängen. Caspar David Friedrich wollte, daß man beim Betrachten seiner Gemälde Glashar-monikamusik hören solle.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der zarte Klang der Glasharmonika durch immer größer werdende Orchester und Konzertsäle verdrängt. Erst durch Richard Strauß, der für seine “Frau ohne Schatten” (1919) eine außergewöhnliche Klangwirkung suchte, kehrte sie sowohl ins Orchester als auch in die musikalische Praxis zurück.

Seit 1996 haben die Glas-Musiker der "Sinfonia di vetro" zahlreiche Konzerte auf rekonstruierten und neu entwickelten Glasinstrumenten gegeben, die Kammer-musiktradition mit Glasinstrumenten wiederbelebt und zur Schaffung neuer Werke angeregt.






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