Theater & Literatur

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Schiller – Verrat Verrat, und
hinten scheint die Sonne
„Der goldne Topf“ E.T.A.
Hoffmann
Cyrano de Bergerac
Sex & Crime
Kwast


Vorschau Saison 2010/2011
Schiller – Verrat Verrat, und hinten scheint die Sonne

mit Michael Quast und Philipp Mosetter

Eine Produktion des Nationaltheater Mannheim
zu den Internationalen Schiller-Tagen 2005

„Zwei Kabarettisten finden den wahren Schiller. Unzweifelhaft ein Höhepunkt im Schiller-Jahr, mit dem Zeug zum Klassiker. Man sollte ihren Vortrag zum Pflichtprogramm in Deutsch-Leistungskursen machen.“
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.04.2005

Von Schiller lernen heißt, kompromißlos möglichst alles und nur das Größte zu wollen, und zwar sofort. Der Bühnentausendsassa Michael Quast und die personifizierte Fußnote Philipp Mosetter machen sich auf, an diesem Anspruch ganz im Schillerschen Sinne zu scheitern, nämlich grandios.


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Nachdem sie sich schon Goethes Faust auf unwiderstehliche Weise angenommen haben, lautet das bewährte Rezept: aus einem konzentrierten Nichts heraus mit größtmöglicher Ernsthaftigkeit ein Maximum an Komik erzielen, und zwar sofort. Dabei spielt der Apfel als Schillers Lebensmotiv (vom Vater, der sich als Pomologe hervortat, über die berühmten faulen Äpfel in der Schreibtischschublade bis zum Apfelschuß im letzten Stück "Wilhelm Tell") ebenso eine Rolle wie die Bedeutung von Schillers Krankheiten für seine Werke. Im Grunde war Schiller pausenlos krank. Angefangen beim hartnäckigen Husten in der Kadettenanstalt bis zur finalen Tuberkulose in Weimar, was anhand der Dramen sehr schön beleuchtet werden kann.

Quast spielt diesmal nicht nur alle Rollen, er spielt auch alle Krankheiten.
Mosetter diagnostiziert, interpretiert und macht Therapievorschläge.

Ein Abend, der uns Schiller fast schon wieder sympathisch macht.


KRITIKEN

„Herrlich ausgelassen ist das Bühnenspektakel, das nicht selten die Qualitäten eines Loriot hat. Und wie die Mimen ihren „Tell“ in Szene setzen, dürfte ihnen bis an ihr Lebensende kulturelle Engagements sichern: Wozu braucht es große Staatstheater mit teuren Schauspiele(r)n, wenn man Michael Quast und Philipp Mosetter hat? Wie gut, dass Deutschland eine Nation der Dichter und Denker ist. Und wie gut, dass es Kabarettisten wie Quast und Mosetter gibt!
Allgemeine Zeitung Mainz, 04.11.2005

Wer die Ansicht vertritt, dass der deutsche Dichterfürst Friedrich Schiller langatmig sei, der wäre am vergangenen Donnerstag eines Besseren belehrt worden. ... Quast und Mosetter agieren wie eine intellektuelle Reinkarnation des Komiker-Duos Stan und Olli. Ihr Aberwitz, mit dem sie die skurrilsten Thesen vertreten, bleibt stets intelligent: ein humoristischer Leckerbissen.“
Salzburger Nachrichten, Oktober 2005






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